About

Die Bibliothek der Künstlerinnen, Weimar, ist ein künstlerisches Projekt, das als wachsendes Archiv neben einem öffentlichen Vermittlungsprogramm rund um eine Sammlung existiert. Diese Sammlung umfasst gespendetes und sekundäres Material wie Kunstwerke, Dokumente und Bilder, die eine nutzbare Ressource bilden, um zur Vermittlung der in der Stadt ansässigen Künstlerinnen aus Vergangenheit und Gegenwart beizutragen. Aufgrund ihrer sich ständig verändernden Natur kann die Bibliothek in vielen Formen und Räumen existieren, sowohl digital als auch physisch. Es ist das Ziel, als Treffpunkt zu fungieren, um zusammenzuarbeiten, zu forschen und sich mit anderen über die Sammlung auszutauschen. Dadurch sollen Veranstaltungen wie Workshops, Ausstellungen und Performances initiiert werden. Inspiriert wurde das Projekt durch ein Foto aus dem Bauhaus-Archiv: Eine Frau mit einer Maske von Oskar Schlemmer, die auf einem Stuhl von Marcel Breuer sitzt. Sofort wurde die Frage gestellt: “Wer ist diese Frau?” Als das Bauhaus 1919 eröffnet wurde, waren beide Geschlechter vertreten und erklärten ihre Gleichberechtigung. Doch im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen, die in die Geschichte eingehen sollten, verschwanden viele der Frauen von der Bildfläche. Die Frage nach der Frau auf dem Foto zeigt die vernachlässigte Geschichte von Künstlerinnen und die Bedeutung von Frauen in der Kreativwirtschaft auf.

The Library of Women Artists, Weimar, is an artistic project that exists as a growing archive alongside a public outreach programme around a collection. This collection includes donated and secondary material such as artworks, documents and images that form a usable resource to contribute to the mediation of the city’s resident women artists, past and present. Due to its ever-changing nature, the library can exist in many forms and spaces, both digital and physical. The aim is to act as a meeting place to collaborate, research and share with others about the collection. This will initiate events such as workshops, exhibitions and performances. The project was inspired by a photo from the Bauhaus archive: a woman wearing a mask by Oskar Schlemmer sitting on a chair by Marcel Breuer. Immediately, the question was asked, “Who is this woman?” When the Bauhaus opened in 1919, both sexes were represented and declared equal. However, unlike their male colleagues who were to go down in history, many of the women disappeared from the scene. The question of the woman in the photograph exposes the neglected history of women artists and what it is to be female within creative industries.

FLINTA*-Künstler*innen (Frauen, Lesben, inter*, nichtbinäre, trans*, ageschlechtliche Menschen und andere queere und geschlechtsuntypische Menschen) 

Eingeladen sind Frauen und alle, die sich als Frauen identifizieren oder aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Identität diskriminiert wurden. Es ist uns wichtig, FLINTA* und queere Menschen, BIPoC-Frauen, Frauen mit Migrationshintergrund und Frauen mit Behinderungen zur Teilnahme einzuladen.

FLINTA*-Artists (Female, lesbians, inter*, non-binary, trans*, agender and other queer and gender non-conforming people) 

We invite women and anyone who identifies as female or has been exposed to discrimination because of their gender or sexual identity. It is important for us to invite FLINTA* and queer people, BIPoC women, women from migration backgrounds and women with disabilities to participate. Paying tribute to these groups from both the past and present is the basis of this project idea.